Ionisches Meer

Törnbericht Ionisches Meer

Vor ca. 5 Jahren hatten wir (Klaus, Horst, Hans, Gabi, Claudia und Bernd) uns entschlossen mal einen Törn im Ionischen Meer zu machen. Im Mai 2011 ging es dann los zu diesem einwöchigen Trip an das Ionische Meer rund um Korfu. Über einen ansässigen Vermieter entschieden wir uns für eine Bavaria39. Unsere Experten Horst und Bernd überprüften das Boot und befanden, dass dieses im ordentlichen Zustand ist. Zirka 3 Stunden dauerte dann die Schiffsübergabe-Schiffsübernahme. Danach wollten wir es uns erst einmal richtig gemütlich machen und uns einrichten. Wir waren 4 Segler und 2 Nichtsegler an Bord und mit diesen machte dann unser Skipper Helge die erste Schiffseinweisung, danach wussten alle über das Notwendigste Bescheid!

Sonntag ging es dann auch gleich los

Wir wachten bei strahlendem Sonnenschein auf und schon hatte der Urlaub begonnen. Das Ablegemanöver klappte ganz gut – die Handgriffe wurden noch mal sehr gut erklärt und los ging´s mit dem in See stechen, direkt Kurs Süden. Corfu Town ließen wir links liegen und segelten dann weiter in Richtung Osten. Später dann wieder auf Kurs Süden bis wir zu einem kleinen Hafen namens Benitses kamen, dort legten wir an. Leider gab ist nichts, gar nichts, keine Toilette, keine Dusche und auch Wasser konnten wir nicht nachtanken. Man musste etwas weiter zum Marktplatz, dort gab es eine öffentliche Toilette. Danach besuchten wir alle noch ein Lokal am Hafen.

Der Montag ohne Wind


Wieder herrlicher Sonnenschein und leider kein Wind. Unser Ziel war Syvota, dass wir durch Segeln an der Küste in Richtung Osten erreichen wollten. Doch leider wechselte das Wetter so schnell, dass wir kaum reagieren konnten. Urplötzlich starker Wind, Regen und hohe Wellen und 4 Seekranke an Bord. Wir entschieden uns den nächsten Hafen Plataria anzusteuern. Bei Windstärke 7 für Anfänger nicht leicht erreichten wir den Hafen und schon ging das Gewitter richtig los. Jetzt war uns bewusst und klar, dass man auf Wettervorhersagen besser nicht hören und glauben sollte.

Dienstag wird gemütlich

Wir trockneten unsere nassen Klamotten und diskutierten über die nächste Route. Der Tag verlief ruhig und wir gingen abends in einem kleinen Fischerhafen namens Petriti an Land. Ein Fischer half uns bei einer notwendigen Reparatur und wir kehrten in einer schönen Taverne ein. Ein gelungener und entspannter Urlaubstag.

Mittwoch: Wir haben Bilderbuch-Wetter

Das Bilderbuch Wetter ist zurück und scheint uns zu lieben, die Sonne strahlt, aber der Wind lässt auf sich warten, Flaute. Wir legen am Yachthafen NAOK von Kerkira an und testen dann auch gleich die Qualität des heimischen Kaffee´s. Nacht´s als wir alle schlafend in den Kajüten lagen, versuchte man uns tatsächlich auszurauben. Unser Skipper bemerkte alles sehr schnell und konnte mit „Faust ´es Hilfe die jungen Burschen in die Flucht schlagen. Unsere beiden Mädels bekamen einen leichten Schock.

Donnerstag gibt es Behörden-Ärger

Wir mussten der Hafenbehörde von dem Diebstahl und dem Überfall berichten. Auch dass uns seitdem zwei Handys fehlten. Die Bürokratie nahm seinen Lauf. Beamte in Griechenland sind päpstlicher als der Papst und viel schlimmer als deutsche Beamte. Eine unendliche Gründlichkeit wurde an den Tag gelegt. Nach 4 Stunden war der Zauber vorbei, wir durften den Hafen verlassen. Erst um 12 Uhr mittags begannen wir mit dem Frühstück und segelten in Richtung Bucht von Stephanos die im Norden liegt, zwischen Korfu und Albanien. Gutes Abendessen in einer Taverne. Leichte Reparaturen am Boot.

Freitag ist unser Badetag

Wir wollten nur entspannen und Baden gehen. Das taten wir dann auch ausgiebig bei 30 Grad. Wir ankerten in der Bucht, schwammen an Land. Holten Eis und schwammen damit zurück zu den Mädels an Bord. Abends begannen wir damit das Boot klar zu machen um in den Heimathafen zu segeln.

Samstag – es geht zurück

Aufstehen, ausgiebig frühstücken, alles zusammen packen und an die vergangenen Tage denken. Und daran denken Törnberichte vom ionischen Meer zu schreiben.

Das Ionische Meer ist ein tolles Segelrevier, ich kann es nur empfehlen. Leider wenig Wind, wenig Toiletten an Land, aber nette Menschen. Wir kommen wieder.

Interessante Fakten zum Ionischen Meer im Überblick:

  • Benannt nach der altgriechischen Sagengestalt Io, einer Geliebten des Gottes Zeus
  • Das Ionische Meer ist im Norden durch die Straße von Otranto mit dem Adriatischen Meer verbunden
  • Bei Seglern bekannt für seine ruhigen Winde

Foto: © JCVSTOCK-ES – Fotolia.com

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