Kölner Dom

Kölner Dom

Sie brauchen nicht religiös zu sein. Wenn Sie jedoch den Kölner Dom gesehen haben, werden Sie Zugeständnisse machen müssen. Denn dieses Bauwerk kann nur göttlichen Ursprungs sein. Das Gebäude ist einfach gigantisch. Einen ersten Eindruck bekommen Sie bereits, wenn Sie sich Köln nähern. Der Dom überragt die ganze Stadt und prägt das Bild der Landschaft.

Kölner Dom: Es begann vor fast 900 Jahren

Im Jahr 1164 wurde die Stadt über Nacht zu einem der berühmtesten Wallfahrtsorte. Bei der Eroberung von Mailand wurden Kaiser Friedrich Barbarossa die Gebeine der Heiligen Drei Könige überreicht. Er schenkte sie dem damaligen Kölner Erzbischof Rainald von Dassel. Fürsten, Könige und Kaiser kamen, um die Gebeine in einem dafür eigens errichteten kostbaren Schrein, einem Wunderwerk mittelalterlicher Goldschmiedearbeit, zu bewundern. 1248 beschloss man, den alten Dom abzureißen und neu zu errichten. Der neue Dom sollte in seiner Größe, Pracht und Bauart alles übertreffen, was es damals gab. Er sollte ein würdiges Heiligtum für die kostbaren Reliquien sein.

Der Kölner Dom ist eine ewige Baustelle


Der aus Frankreich überlieferte gotische Stil mit seinen Spitzbögen, schlanken Pfeilern und in den Himmel ragenden Türmen prägte den Baustil. Am 15. August 1248 wurde der Grundstein gelegt. Allein 74 Jahre wurden zum Bau des Chores benötigt. Angesichts der gewaltigen Pläne stockte der Bau immer wieder. Erst 1842 wurde von König Friedrich Wilhelm IV. der Weiterbau gefördert. Er galt als ein besonderer Freund und Förderer des Doms.Die Fertigstellung des Doms wurde als religiöse und nationale Aufgabe verstanden. Im Zweiten Weltkrieg erhielt der Dom vierzehn Volltreffer, hatte wegen seiner konsequent gotischen Struktur die Bombentreffer aber gut überstanden, so dass 1948 das 700-jährige Domjubiläum wenigstens im Hauptteil der Kathedrale gefeiert werden konnte. Auch heute noch klettern Handwerker und Steinmetze in den Türmen und an den Pfeilern herum. Der Kölner Dom wird wohl für ewig eine Baustelle bleiben.

Mit 144,58 m Außenlänge, einem 45,20 m breiten und 43,35 m hohen Mittelschiff ist der Kölner Dom eines der größten Bauwerke der Welt. 64 Pfeiler tragen 92 Gewölbe. Auf einer Fläche von 7914 qm² finden 25.000 Menschen Platz. Der Eindruck im Innern ist gewaltig. Sie werden zugleich ein Gefühl der Geborgenheit empfinden und angesichts der Ausmaße nachvollziehen können, dass die Schöpfung in jeder Beziehung phänomenal ist.

In der Ruhe wird die Schöpfung wahrhaftig

Beeindruckend ist die Schatzkammer des Doms. Sie finden dort eine unglaubliche Fülle künstlerischer Kostbarkeiten und einen unermesslichen Schatz an Scheinen, Monstranzen, Kelchen, Elfenbeinarbeiten, mittelalterlichen Handschriften und andere Zeugnisse großer Meister vor. Der Dreikönigsschrein mit den Gebeinen der Heiligen Drei Könige präsentiert sich majestätisch hinter dem Hochaltar. Nehmen Sie sich die Zeit und ziehen Sie sich an eine ruhige Stelle zurück. Lassen Sie dieses Wunderwerk auf Ihre Sinne wirken. Der Eindruck ist garantiert von bleibendem Wert.


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Interessante Fakten zum Kölner Dom im Überblick:

  • Höhe: 157,38 Meter
  • 1880 bis 1884 war der Kölner Dom das höchste Gebäude der Welt
  • Wurde am 27. September 873 geweiht

Foto:© Ingo Essler – Fotolia.com

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