Ischigualasto

Dinosaurier und fossile Schachtelhalme und Farne dürften die ersten Bewohner des Naturreservats Ischigualasto im nördlichen Westen Argentiniens gewesen sein. Gelegen im äußeren Nordosten der Provinz San Juan trägt das Gebiet noch heute den Namen Valle de la Luna, was auf Deutsch übersetzt „Das Tal des Mondes“ bedeutet. Zurückzuführen ist dieser Name auf die hohe Trockenheit, die die Gegend beherrscht. In direkter Nähe des Nationalparks Talampaya gelegen, wurde das Naturreservat Ischigualasto im Jahr 2000 zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt. Sowohl das Naturreservat als auch der Nationalparks gehören zur Ischigualasto-Formation, die einige bis heute erhaltene und rund 230 Millionen Jahre alte Fossilien beherbergt. Auch die ältesten bekannten Dinosaurierfunde gehen auf die wüstenähnliche Gegend zurück.

Ischigualasto: Ein Naturreservat mit Wüstencharakter


Das Reservat Ischigualasto macht eine Größe von rund 8.000 Quadratkilometern aus. Die wüstenähnliche Landschaft wird von einer Gesteinsformation geschützt, die auffälligen Skulpturen ähnelt. Geschaffen durch die natürliche Erosion, erinnern diese Gebilde an so bekannte Objekte wie Aladins Wunderlampe. Sie stürzte im Jahr 1989 ein und war bis zu diesem Zeitpunkt das Wahrzeichen des Reservats. Gelegen auf 1.300 Metern über dem Meeresspiegel, weist die Gegend eine typische Wüstenlandschaft auf, in der Kakteen und Büsche heimisch sind. Sie machen rund zehn bis 20 Prozent des Erdbodens aus.

Fossile und archäologische Funde in Ischigualasto

Es mag dem heißen Wüstenklima geschuldet sein, dass die Gegend sich vor allem durch Fossilfunde und durch Fundstücke mit archäologischer Bedeutung auszeichnet. Einige Fundstätten weisen Spuren von vorkolumbianischen Kulturen auf, was angesichts der 230 Millionen Jahre alten Ablagerungen nicht verwundert. Erstaunlich ist die einzigartige fossile Fauna, sie besteht aus Reptilien und Dinosauriern. Besonders häufig wurden Überreste des Herrerasaurus gefunden, er galt als besonders aggressiv und räuberisch. Erst in den 1990er Jahren wurden die letzten Funde entdeckt, was verdeutlicht, dass das Naturreservat bis heute eine Fundgrube für archäologisch interessierte Besucher ist. Auf die Zeit dieser Ablagerungen geht auch der vulkanisch geprägte Ursprung der Gegend zurück. Bis heute deuten versteinerte Baumstämme darauf hin, dass die damalige Vegetation mit über 40 Meter hohen Bäumen außergewöhnlich üppig ausfiel. Sie stehen im Kontrast zu den ebenfalls entdeckten fossilen Farnen und Schachtelhalmen.

Ischigualasto – Wichtige Tipps für Reisende

Das Naturreservat ist mit dem eigenen Auto zu erkunden, ein Führer ist dazu erforderlich. Der Zugang liegt in dem kleinen Dorf Los Baldecitos, die Stadt Villa San Augustin mit größerer Infrastruktur liegt rund 67 Kilometer weiter südlich. Das sehr trockene Klima mit den starken Temperaturschwankungen erinnert an typisches Wüstenklima, auf das sich Reisende einstellen müssen.


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Interessante Fakten zu Ischigualasto im Überblick:

  • Naturreservat im Nordwesten Argentiniens
  • 1300 Meter über dem Meeresspiegel
  • Das Klima ist sehr trocken

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