Louvre

Der Louvre

Das Museum des Louvre ist ein weltbekanntes Museum in Paris, das seine Berühmtheit unter anderem der Vielzahl bedeutender Kunstwerke verdankt, die in seinen Hallen ausgestellt sind. Im Jahr 2012 verzeichnete es etwa zehn Millionen Besucher. Es ist das drittgrößte Museum der Welt, gemessen an der Ausstellungsfläche. Es werden die verschiedenen Epochen der Zeitgeschichte vom 12. Jahrhundert bis in die Neuzeit durch Skulpturen, Gemälde, Kunsthandwerk etc. dargestellt. Auch die gläserne Pyramide vor dem Haupteingang des Museums ist weltbekannt. Sie symbolisiert eine Verschmelzung von Geschichte und Moderne.

Der Louvre: Die Geschichte des Bauwerks

Zu Beginn seiner langen Geschichte im 12. Jahrhundert war der Louvre ein festungsähnlicher Zweckbau, der dem Schutz des rechten Seine-Ufers diente.
Unter Karl V. wurde er zu einer bewohnbaren Residenz umgebaut – die Stadt war nun durch einen weiteren Mauerring geschützt.
Ab dem 16. Jahrhundert diente der Palast als Hauptwohnsitz des französischen Königs. Beinahe jeder der künftig darin residierenden Herrscher ließ das Bauwerk nach seinen eigenen Wünschen umgestalten und erweitern.

Als 1682 der Königshof nach Versailles umzog, verfiel der Palast zusehends, obgleich er von der Stadt Paris übernommen wurde und zahlreichen Künstlern als Behausung diente.
Im Zuge der Revolution wurde der Palast erstmals zu einem öffentlich zugänglichen Museum.

Unter dem französischen Staatspräsidenten François Mitterand wurden die Ausstellungsräume und unterirdischen Forschungseinrichtungen umgestaltet.
1989 wurde die gläserne Pyramide im Innenhof fertig gestellt, 1993 wurde eine unterirdische Einkaufsmeile eröffnet, die direkt an das Museum anschließt.


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Der Louvre: Das Museum

Flächenmäßig ist das Louvre, wie bereits erwähnt, das drittgrößte Museum der Welt. Seine Sammlung an Ausstellungsstücken umfasst ca. 380.000 Werke. Der Grundstein für diese heute so bedeutende Sammlung wurde im 14. Jahrhundert gelegt, als der Herzog Jean Duc de Berry gemeinsam mit seinem Bruder zahlreiche Kunstwerke anhäufte, von denen auch heute noch einige in der Ausstellung zu bewundern sind.

Besonders beliebt, da von hoher Qualität sind unter anderem die römischen und griechischen Antikensammlungen und die Abteilung der französischen Malerei des 15. und 19. Jahrhunderts.
Das wohl berühmteste Gemälde der Welt, Leonardo da Vincis Mona Lisa, gelangte während der Herrschaftszeit von König Franz I. in den Besitz des Museums. Auch die Venus von Milo, die 1821 angekauft wurde, ist bei den Besuchern sehr beliebt und weltweit bekannt.

Die Geschichte des Museums Louvre


Nicht immer war die Kunstsammlung der breiten Öffentlichkeit zugänglich, was auf allgemeine Kritik in der Bevölkerung stieß. Nachdem 1750 der Versuch, eine Gemäldegalerie im Palais du Luxembourg zu schaffen, scheiterte, wurden die Gemälde wieder in den Louvre zurück gebracht. 1793 wurden die Bilder im Zuge der Französischen Revolution zum ersten Mal öffentlich zugänglich gemacht. Es wurden Kunstwerke aus zahlreichen europäischen Städten requiriert, die bald keinen Platz mehr im Museum fanden. Daraufhin wurden Zweigmuseen in ganz Frankreich gegründet.

Nachdem das Kaiserreich 1814 gefallen war, wurden viele im Ausland erbeutete Kunstwerke wieder zurückgefordert, sodass der nationale Fokus der Sammlung wieder in den Vordergrund trat.
1870 wurde die Sammlung verstaatlicht. Seitdem wächst sie stetig weiter an. Auch die Ausstellungsfläche wurde mehrere Male erweitert. Zahlreiche Ausstellungsstücke wurden inzwischen ins Musée d’Orsay verbracht.

Interessante Fakten zum Louvre im Überblick:

  • 10 Millionen Besuchern im Jahr
  • Der Louvre ist ein früherer französischer Königspalast und bildete zusammen mit dem Palais des Tuileries das Stadtschloss
  • Direktor des Museums ist seit 15. April 2013 der Klassische Archäologe und Kunsthistoriker Jean-Luc Martinez

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