Yosemite Nationalpark

Yosemite Nationalpark

Der im Jahr 1864 eingerichtete Yosemite Nationalpark befindet sich 300 Kilometer östlich San Franciscos im US-Bundesstaat Kalifornien. Der 1984 in das Weltnaturerbe der UNESCO aufgenommene Nationalpark umfasst nahezu 3.100 Quadratkilometer an den westlichen Abhängen des zentralen kalifornischen Hochgebirges Sierra Nevada. Der Name des Nationalparks entstammt einem Dialekt des indianischen Miwok-Stammes, die mit dem Ausdruck „Yos.s.e’meti“ so viel wie „jene, die töten“ bezeichneten.

Der Yosemite Nationalpark


Die Naturlandschaft aus Granitformationen, Wasserfällen und kristallklaren Bächen und die Artenvielfalt in Fauna und Flora, zu der auch gewaltige Mammutbäume gehören, beeindrucken jährlich 3,5 Millionen Besucher, die zumeist das 18 Quadratkilometer große Yosemite Valley und den Nationalpark besuchen. Dort erheben sich gewaltige Granitfelsen 1.000 Meter aus dem Hochtal empor, von denen sehenswerte Wasserfälle wie die eine Gesamtfallhöhe von 492 Metern aufweisenden Ribbon Falls in die Tiefe stürzen. Schon am Eingang des Vosemite Valleys beeindruckt der über 2.300 Höhenmeter erreichende, schroffe Granitfelsblock „El Capitàn“. Wer die Wahl hat, der sollte das Yosemite Valley nicht an den häufig überfüllten Wochenenden, sondern an einem anderen Wochentag besuchen.

Naturlandschaften und Klima im Yosemite Nationalpark

Zum Yosemite Nationalpark gehören zahlreiche Seen, Flussläufe mit einer Gesamtlänge von 2.600 Kilometern und ein 1.300 Kilometer umfassendes Wanderwegenetz.

Der zwischen 600 und mehr als 4.000 Metern hoch gelegene Yosemite Nationalpark verfügt über höhenbedingt unterschiedliche Ökosysteme, in denen insgesamt mehr als 250 Wirbeltiergattungen dauerhaft beheimatet sind. Zur Flora gehören 1.400 Pflanzenarten, von denen ungefähr 130 auf menschliche Einwirkungen zurückgeführt werden.

Der kühle Winter weist hohe Niederschläge auf (bis zu monatlich 160 Millimeter), während auf die trockenen und warmen Sommermonate nur drei Prozent der jährlichen Niederschläge entfallen. Der Norden des Nationalparks und Höhenlagen bis etwa 2.100 Meter sind besonders regenreich.

Yosemite Nationalpark: Flora und Fauna

Die am tiefsten gelegenen Vegetationszonen des Nationalparks sind die von den Flüssen Merced River und Tuolomne River durchflossenen Tallandschaften. Der untere Teil der Gebirgsausläufer besteht aus Grasland, während sich in den höheren Bereichen vor allem Kiefern und Eichen angesiedelt haben.

In den bis auf 1.000 Meter hinaufreichenden Regionen herrscht ein subtropisch-mediterranes Klima, das Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten schafft. Heimisch sind z. B. Wildtierarten wie Rotluchs, Graufuchs, Maultierhirsch und Schwarzbär, Königsnattern, Glattechsen, Weißkopfspecht, Andenbaumläufer und diverse Fledermausarten.

Zwischen etwa 750 und 1.800 Meter erstrecken sich Bergwälder, in denen Gelbkiefern dominieren, die einen Durchmesser von bis zu 2 ½ Metern und eine Höhe von 60 Metern erreichen können. Die von tiefen Schluchten geprägte Waldregion beherbergt außerdem verschiedene Eiben-, Lorbeer-, Zedern- und Schwarzeichenarten.

In Höhenlagen von 1.350 bis 2.500 Metern wachsen einige Riesenmammutbäume, die Stammdurchmesser von 17 Metern und Höhen von 95 Metern erreichen können und eine kegelförmig schmale Krone besitzen. Ab 1.800 Höhenmetern besteht der Wald aus Küsten-Kiefern und Pracht-Tannen, die im Norden der Sierra Nevada teilweise auf Berggipfeln in 2.700 Meter Höhe wachsen.

In der alpin geprägten Steinwüstenzone oberhalb von 3.000 Metern befinden sich nur noch wenige Pflanzen wie die 50 Zentimeter hohe weißstämmige Kiefer. Aber auch hier zeigen sich noch einige Tierarten wie Douglas-Hörnchen, Marder, Habicht, der leuchtend blaue Diademhäher und die bis zu 85 Zentimeter lange Gummiboa.


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Interessante Fakten zum Yosemite Nationalpark im Überblick:

  • Besucher: 3.882.642
  • Fläche: 3.081 km²
  • Der Park wurde 1864 auf der Grundlage des kalifornischen Rechts geschaffen und 1890 von der Bundesregierung übernommen

 

© Jakob Radlgruber-Fotolia.com

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